Handlungsmaterial
   
Auch wenn auf diesen Seiten nur Bilder und Texte zu finden sind, soll der kommunikativ-handlungsorientierte Sachunterricht in der Praxis handlungsorientiert sein. Denn Kinder können über das konkrete Handeln besser zu Erkenntnissen kommen.
Das Handlungsmaterial sollte von jeder Schulklasse selbst hergestellt werden, meist geht es um allgemein verfügbares Material, sogenannte "Beinahe-Müll-Objekte" wie kleine ńste, getrocknete Blätter, Steine, Teelichthüllen, Stoffreste, gebrauchte Schraubgläser etc.
Dies können auch die Kinder selbst machen. Zu fast jedem Sachunterrichtsthema lohnt es sich zudem, eine Forschungskiste anzulegen, mit diffusem Handlungsmaterial. So können in der Forschungskiste zum Thema Räder/Fahrzeuge alte Bälle, Garnrollen, runde verbrauchte Stifte, Toilettenpapierrollen, Münzen, abgerundete Steine, Murmeln, Bindfäden, Seifenblasenbereiter, alte Kugellager und viele andere Objekte - auch Bilder - verpackt sein. Eine derartige Forschungskiste kann der Anfang dafür sein, weitere Handlungsmaterialien zu bauen.
Beim Bau von Handlungsmaterial kommt es nicht auf den exakten Nachbau der unter den Lernen-Seiten präsentierten Angebote an, weil nicht eindeutige Einzelergebnisse angestrebt werden, sondern eine breite Anregung des Erfahrungshorizontes zur jeweiligen Sache. Wenn das eine Handlungsmaterial durch die besondere Zusammensetzung beim Versuch andere Ergebnisse bringt als das andere, dann ist dies gewollt. Gerade aus den unterschiedlichen Versuchsergebnissen ergeben sich die Kommunikationsanlässe. Erst aus dieser Verschiedenheit der Ergebnisse heraus, lassen sich Methoden des Herangehens erkennen. Nur so können die Kinder zum Selbst-Denken kommen und schreiben nicht althergebrachte Merksätze in ihr Heft.